Ohrensausen – Tinnitus

Was ist ein Tinnitus?

Ohrensausen - Tinnitus Schwindel Mitte
Unter dem Begriff Tinnitus versteht man die Wahrnehmung eines Geräusches, welches nicht von einer äußeren Schallquelle stammt. Das subjektiv wahrgenommene Geräusch kann ein Pfeifen, Summen, Brummton, Zischen, Rauschen, Knacken oder Klopfen sein.

Synonyme und artverwandte Begriffe: Ohrensausen, Ohrgeräusche

Was sind die Symptome und Ursachen eines Tinnitus?

Das beim Tinnitus wahrgenommene Geräusch kann in seiner Intensität gleichbleibend oder an- und abschwellend sein. Es kann auch einen rhythmisch-pulsierenden Charakter aufweisen.

Etwa 10 – 20 % der Bevölkerung sind dauerhaft von Tinnitus betroffen. Vor allem ältere Menschen geben bis zu 40 % an, ständig Ohrgeräusche wahrzunehmen. Tinnitus kann durch ständige Lärmbelastung oder plötzliche starke Lärmeinwirkung (Knalltrauma), durch einen Hörsturz, einen Virus oder eine Innenohrerkrankung ausgelöst werden. Häufig spielt Stress beim Entstehen eines Tinnitus eine Rolle. Auch können Probleme mit der Halswirbelsäule oder im Zahn-Kiefer-Bereich auslösende Ursachen sein.

Wie stellt der HNO-Arzt die Diagnose?

Der HNO-Arzt stellt die Diagnose aufgrund der geschilderten Symptome und der Untersuchung des Patienten. Wichtige organische Erkrankungen sollten ausgeschlossen werden (Innenohrerkrankung, Akustikusneurinom, Missbildungen der Kopfgefäße, Durchblutungsstörungen im Hals- oder Kopfbereich). Durch eine Blutuntersuchung werden weitere Krankheiten ausgeschlossen wie Gerinnungsstörungen, Anämie, Fettstoffwechselstörungen, Infektionen oder Autoimmunprozesse. Untersuchungen bei der Abklärung des Tinnitus sind:
HNO-fachspezifische Untersuchungen

  • Klinische HNO-ärztliche Untersuchung
  • Audiometrie
  • Hirnstammaudiometrie (BERA, BAER)

Bildgebende Untersuchungen

  • Magnetresonanztomographie (MRT) des Schädels mit oder ohne Gefäßdarstellung
  • Computertomographie (CT) des Schädels mit oder ohne Gefäßdarstellung

Internistische, kardiologische Untersuchen

  • Blutuntersuchungen
  • Blutdruckmessung, 24-Stunden-Blutdruckmessung
  • Echokardiographie

Neurologische Untersuchung

Wie erfolgt die Therapie eines Tinnitus?

Die Therapie ist abhängig von den Symptomen und Befunden und umfasst:

  • Bei organischer Ursache eine ursächliche Therapie
  • Bei nicht feststellbarer organischer Ursache ist oft eine sogenannte symptomatische Therapie hilfreich. Methoden, die helfen sich zu entspannen, Stress abzubauen und die die eigenen Ressourcen fördern. In schweren Fällen kann der Einsatz eines speziellen Hörgerätes (Tinnitusmasker, Noiser) in Erwägung gezogen werden.

Tinnitus Ohrensausen Mitte

Liegt keine ursächlich behandelbare Krankheit vor, so gilt je länger (mehr als 3 Monate) der Tinnitus besteht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er dauerhaft bestehen bleibt. Für die Prognose spielt die Lautstärke des Tinnitus keine Rolle. Einige Patienten sind schwer vom Leiden betroffen, während andere offenbar relativ gut damit umgehen können.

Welche Komplikationen gibt es?

Komplikationen im eigentlichen Sinne gibt es bei Tinnitus keine, sofern keine organische Ursache vorliegt. Häufig ist der Tinnitus vergesellschaftet mit:

  • Schwerhörigkeit (Hypakusis)
  • Hörsturz
  • Schlafstörungen
  • Schwindel (Vertigo)

Was Sie selbst tun können:

Eine chronische oder akute starke Lärmbelastung sollte vermieden werden ebenso Stress und nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus).

Kontaktieren Sie einen HNO-Arzt, wenn

  • pulssynchrone Geräusche
  • Gefühlsstörungen im Kopfbereich
  • Lähmungen im Kopfbereich
  • Schwerhörigkeit

auftreten.

Die HNO-Ärzte des Kompetenzzentrums für HNO und Allergologie in der Praxisgemeinschaft CityPraxenBerlin bieten ein großes Leistungsspektrum im Bereich der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde an.

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